Weltraumflüge

Die Gründer von Virgin, Paypal und Amazon liefern sich zurzeit ein Rennen um die Gunst der Weltraumtouristen. Bricht nun ein neues Raumfahrtzeitalter an? PrivateFly vergleicht die verschiedenen Anbieter und deren Raumschiffe. Wünschen Sie weitere Informationen zu Weltraumflügen? Rufen Sie uns an unter +41 (44) 551 43 57 oder senden Sie uns Ihre Anfrage in diesemKontaktformular.

Virgin Galactic : Blue Origin : SpaceX : PrivateFlys Fazit

Virgin Galactic

Wer & Wann: Seit 2002 arbeiten Sir Richard Branson, Gründer des Virgin Imperiums und der legendäre Designer, Burt Rutan, an der Lancierung eines privaten Raumfahrtprogramms. Um weitere Entwicklungskosten zu finanzieren, bot das Unternehmen ab 2005 die Möglichkeit einer Platzreservierung für $20.000 pro Interessent an. Richard Branson soll angeblich seine beiden Kinder auf dem offiziellen Eröffnungsflug mitnehmen wollen.

Kostenpunkt: $200.000 pro Sitzplatz

Gesamtdauer: 3 Tage Erlebnistour, einschließlich eines 2-tägigen Trainings . Nach einem 3-stündigen Flug im Raumschiff „SpaceShipTwo“, das in der Größe einem Falcon 900 Businessjet, entspricht und mit einer offenen Kabine und seitlichen Bullaugenfenstern ausgestattet ist, können die Passagiere ihre Sitze verlassen und ca. 15 Minuten lang die Schwerelosigkeit und einen viele Tausend Kilometer weiten Blick auf die Erde in alle Richtungen genießen.

Technologie: Das Passagierraumschiff wird durch ein neu entwickeltes Trägerflugzeug, dem WhiteKnightTwo, auf ca. 15 km Höhe gebracht, von wo es weiter in den Weltraum fliegt. WhiteKnightTwo ist das größte, aus Verbundmaterialien gefertigte Trägerflugzeug, das je hergestellt wurde. Es kann bis zu 15.876 kg Nutzlast auf eine Höhe von 15 km transportieren.

SpaceShipTwo wird etwa auf der selben Höhe, auf der auch Verkehrsflugzeuge fliegen, ausgeklinkt. Ab hier setzt das Hybrid-Raketentriebwerk ein und beschleunigt innerhalb von 30 Sekunden auf die 3-fache Schallgeschwindigkeit, Mach 3. Der Wiedereintritt erfolgt durch eine aerodynamische „Federball“-Konstruktion, bei der der Leitwerksträger und die Leitwerke nach oben gedreht werden. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre werden die Tragflächen wieder zurückgedreht und das Raumflugzeug geht in einen Gleitflug über in Richtung Raumflughafen in New Mexico.

Blue Origin

Wer & Wann: Auch der Billionär und Amazon-Gründer Jeff Bezos entwickelt ein Raumfahrtprogramm in Houston Texas, welches durch die NASA mit 22 Millionen Dollar unterstützt wird. Bezos, der sein ganzes Leben lang von der Raumfahrt fasziniert war, arbeitet bei diesem Projekt mit verschiedenen Partnerunternehmen zusammen, darunter auch Boeing. Bisher hat die Firma ihre genauen Pläne noch nicht bekannt gegeben. Insider rechnen aber mit einer Lancierung im Frühjahr 2012 – etwa zum gleichen Zeitpunkt, den auch Richards Brandson für die Markteinführung seines Raumflugzeugs angepeilt hat.

Kostenpunkt: Zurzeit noch nicht bekannt.

Gesamtdauer: Das Blue Origin Raumschiff „New Shepard“ (benannt nach Alan Shepard, dem ersten Amerikaner im Weltall) wird vom privaten Raumflughafen in Texas in der Nähe von Van Horn in den Weltraum starten und wird insgesamt 7 Personen befördern, davon mindestens 3 Passagiere. Nach der Einführung von Passagierflügen rechnet die Firma mit 52 Flügen pro Jahr.

Technologie: Der New Shepard ist ein Raumschiff, das für den Senkrechtstart (vertical take-off/vertical landing - VTOL) konzipiert wurde. Es steht auf vier Füßen und benötigt daher keine Startrampe. Auch bei der Landung setzt das Raumschiff punktgenau wieder auf den Füßen auf. Es kann anschließend wieder verwendet werden. Das Raumschiff besteht aus einer Crew-Kapsel und einer Startrakete und wird ausschließlich mit Bord-Computern geflogen, d.h. eine Bodenkontrolle wird nicht benötigt.

SpaceX

Wer & Wann: SpaceX ist ein Raumfahrtunternehmen, das 2002 von Elon Musk, dem Erfinder des Internet-Bezahlsystems PayPal, in Los Angeles gegründet und mit 100 Millionen Dollar eigenfinanziert wurde. 2005 kündigte die Firma ihre Absicht an, Raumschiffe für die bemannte Raumfahrt zu entwickeln und konnte sich im weiteren Verlauf externe Investitionsmittel sichern. Das Unternehmen zielt darauf ab, andere Mitbewerber in der privaten Raumfahrt durch die Verwendung preiswerter, modularer und wiederverwendbarer Technik zu unterbieten. Bisher gab die Firma noch kein offizielles Datum für den ersten bemannten Flug ins Weltall bekannt

Kostenpunkt: Auch hinsichtlich der Kosten pro Passagier hat sich das Unternehmen nicht geäußert, obwohl von 7 Millionen Dollar pro Raketenstart die Rede ist.

Gesamtdauer: SpaceX gab als Firmenvision an, „die Menschheit in eine raumfahrenden Zivilisation verwandeln zu wollen.“ Die Raumfähre Dragon von SpaceX vor, soll bis zu 7 Personen befördern können und wird von einer Trägerrakete aus in die Erdumlaufbahn geschossen. Das Unternehmen unterhält Startvorrichtungen in Kwajalein Atoll auf den Marshall Inseln, Cape Canavael in Florida und auf dem Vandenberg Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien.

Technologie: SpaceX hat eine Familie von wieder verwendbaren, Zweistufenraketen entwickelt. Die Trägerrakete, Falcon 9 und die kegelförmige Kapsel des Passagierraumschiffs Dragon wurden für die bemannte Raumfahrt konzipiert. Nach dem Wiedereintritt schwebt die mit Fallschirmen versehene Kapsel wieder sanft auf die Erde zurück.

PRIVATEFLY'S FAZIT

Zweifellos liegt Virgin Galactic beim Rennen um die Gunst der Weltraumtouristen vorne. Richard Branson besitzt schon fast die Genehmigung der FAA (Flugaufsichtsbehörde) und mit seinen Erfahrungen bei Virgin Atlantic und das hohe Sicherheitsniveau, ist die Aussicht auf einen Ausflug in den Weltraum eine sehr reale Aussicht am (suborbitalen) Horizont.

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